5 Tage Warschau: Ein Fototrip in die Hauptstadt Polens

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Gemeinsam mit Bernhard von tricky.pics war ich für 5 Tage in Warschau. Was wir erlebt haben und warum unsere Reise mit einem Tattoo endet, lest ihr hier.

Tag 1: Abflug, Ankunft und jede Menge Regen

Von Bratislava aus ging es mit WizzAir Richtung Warschau. Etwas mehr als eine Stunde später kamen wir auch schon am „Lotnisko Chopina w Warszawie“ dem Flughafen von Warschau an. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Es war dunkel, kalt und regnete. Als wenn das nicht schon reichen würde, hatten wir auch noch einen 2 Kilometer langen Fußweg bis zu unserem Airbnb vor uns.

Der Weg zur Unterkunft führte uns durch einen stockdunklen Wald durch den alleine ganz bestimmt nicht gegangen wäre. Man konnte nicht mal mehr seine Hand vor Augen sehen. Weiter ging es vorbei an einem Gefängnis ( das fängt ja schon mal gut an). Als wir dann endlich in der Nähe unserer Unterkunft waren, mussten wir erst mal an unsere Schlüssel kommen. Vermieter angerufen, gefragt wo wir uns treffen sollen doch da standen wir schon vor dem ersten Problem: Der Vermieter konnte weder Englisch noch konnten wir Polnisch. Irgendwie haben wir es letztendlich dann doch geschafft uns zu verständigen und kamen an unseren Schlüssel.

 

Wir standen vor einem komplett neu gebauten Wohnkomplex. Ruhige Gegend, offenbar sehr auf Familien ausgelegt – umso mehr hatte uns dann der Lift verwundert, der eher das Gegenteil von „komplett neuer Wohnkomplex“ war.

Tag 2: Auf in die Innenstadt

Tag 2 startete glücklicherweise ohne Regen. Die Spuren des gestrigen Regens sieht man aber sehr schnell. Also parken möchte ich hier nicht 😛

Erster Halt: Pałac Kultury i Nauki

Unser erster Stop führte uns direkt zum höchsten Gebäude von Polen: dem Kultur- und Wissenschaftspalast. Mit seinen 237 Metern ist er kaum zu übersehen und das wahrscheinlich bekannteste Wahrzeichen Warschaus.

Anschließend sind wir in den Zoologischen Garten gefahren. Genauso wie in London, findet man auch hier ganz zahme Eichhörnchen 🙂

Am Abend verschlägt es uns nochmal in die Innenstadt um ein paar Langzeitbelichtungen zu machen.

Tag 3: Neon Museum und Cocktails im 40. Stock

An unserem dritten Tag in Warschau standen das Neon-Museum in Praga auf dem Plan. Als nicht ortskundige Person dort hin zu finden ist gar nicht so einfach. Hoch lebe Google Maps.

Bei unserem Glück, hat uns natürlich wieder der Regen erwischt. Der Unmut darüber war aber schnell vergessen, als wir den riesigen Regenbogen der langsam zwischen den schwarzen Wolken auftauchte entdeckten.

Zum Abschluss des Tages wagten wir uns in den 40. Stock des Warschauer Marriott Hotels. Von dort hat man einen großartigen Ausblick über die ganze Stadt.

Tag 4: Spontane Tattoo-Session

Was macht man, wenn man alles gesehen hat was man sehen wollte und das Wetter nicht gerade toll ist? Man geht tätowieren!

So spontan entscheidet man sich wahrscheinlich nur ganz selten für ein Tattoo. Morgens aufgewacht, kurz Facebook gecheckt und was springt mir da ins Auge? Ein Halloween Walk-In Day in einem Tattoostudio. Also nichts wie hin!

Dass es in Warschau offenbar nicht üblich ist, dass man neben Polnisch auch noch Englisch spricht, machte sich spätestens beim Betreten des Tattoostudios wieder bemerkbar. Zum Glück gab es (weil es ein Walk-In Day war) vorgefertigte Motive. So musste nicht viel geredet werden und alles andere wie Stelle, Größe usw. schaffte man auch irgendwie mit Händen und Füßen zu erklären.

Tag 5: Tschüß Warschau

Unser fünfter und zugleich letzter Tag bricht an. Da wir um 10 Uhr auschecken mussten – das dachten wir zumindest – blieb nicht mehr viel Zeit um großartig viel zu unternehmen, da wir auch nicht unser Gepäck durch ganz Warschau schleppen wollten.

Wie bei der Ankunft mussten wir uns auch am letzten Tag mit dem Wohnungs-Vermieter treffen, um ihm den Schlüssel zurückzugeben. Und was war? Wir standen wieder mal vor einem Kommunikations-Problem. Statt um halb 9 war unser Vermieter erst gegen 11 Uhr da, damit wir den Schlüssel übergeben konnten. Gut, dass wir erst um 14 Uhr am Flughafen sein mussten.

Noch ein kurzer Stop im nahe gelegenen Einkaufszentrum und dann ging es auch schon wieder Richtung Flughafen. Da wir diesmal keine Zeit hatten um den ganzen Weg wieder zu Fuß zu gehen, wollten wir mit dem Bus zum Flughafen fahren. Die Betonung liegt auf „wollten“, denn der Bus, der uns zum Flughafen bringen sollte, lies und getrost an der Bushaltestelle stehen und fuhr vorbei. Hach, manchmal hat man schon Glück.

Gottseidank gibt es in Warschau Uber womit wir innerhalb weniger Minuten am Flughafen waren.

Der Rückflug war im Gegensatz zum Hinflug alles andere als angenehm. Mein erster „turbulenter“ Flug und ich muss sagen, mein Magen war nicht gerade glücklich darüber. Nach etwas mehr als einer Stunde Flugzeit kamen wir wieder erleichtert in Bratislava an. So einen Flug muss ich definitiv nicht mehr haben – aber man kann sich’s ja nicht aussuchen.

Für 2018 steht Warschau definitiv nochmal auf meiner Reise-Liste. Bis dahin lerne ich aber erstmal ein bisschen polnisch. Wie man sieht, kann man es ja ganz gut brauchen. 😀

PS: In Bratislava angekommen, wurden wir natüüüürlich wieder vom Regen überrascht. Wie könnte es auch anders sein.